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Newsletter 02.09.2016 Containerabnahme nach drohender Insolvenz der Reederei Hanjin

02.09.2016

Seefracht: Containerabnahme nach drohender Insolvenz der Reederei Hanjin

Wie Sie sicherlich aus mehreren Quellen, unter anderem aus unserem Newsletter vom 31.08.2016, erfahren haben droht der Reederei Hanjin Shipping eine mögliche Insolvenz. Nach wie vor gibt es keine offizielle Meldung der Reederei selbst zur aktuellen Situation. Medienberichten zufolge wird hier frühestens kommende Woche mit einer entsprechenden Mitteilung gerechnet. 
Mittlerweile sind aber Lösungen seitens der Container-Terminals geschaffen worden, damit Ihre Container möglichst zügig ausgeliefert bzw. übergeben werden können. Wir stehen mit den Terminals in Kontakt um eine weitgehenst reibungslose Bearbeitung sicher zu stellen. Allerdings stellen die Container Terminals harte Bedingungen, vermutlich um sich selbst gegen Folgen der Insolvenz zu schützen. Das Eurogate-Terminal, Hamburg bzw. das ECT Terminal in Rotterdam ermöglichen die Freigabe der Container unter folgenden Bedingungen:

Eurogate Container Terminal Hamburg GmbH:
Abnahme möglichst per Barzahlung i.H.v. 500,12€/Container.
Des Weiteren muss ein „Deposit“ i.H.v. 2.000€ für 20‘, 4.000€ für 40‘/40’HC und 8.000€ für Spezialcontainer (z.B. Reefer, Tank etc.) hinterlegt werden. 
Die betroffenen Container dürfen lediglich im Eurogate Terminal retourniert werden und können somit nicht im Inland zurückgegeben werden. Dies bedeutet, dass der Nachlauf ausschließlich im Rundlauf möglich ist, was höhere Kosten für den Transport bedeutet. Sobald der Container wieder im Eurogate Terminal zurückgeliefert wurde, wird das hinterlegte „Deposit“ zurückgezahlt. Alternativ besteht die Möglichkeit eine Umladung der Container im Hafengebiet durchzuführen.

Informationen wie das HHLA-Terminal in Hamburg die Freigabe der Container behandelt liegen noch nicht vor; hier werden wir Sie selbstverständlich zeitnah über die Vorgehensweise informieren.

ECT – Europe Container Terminals
Die Abnahme ist  möglich durch eine  Zahlung i.H.v.1.000€ für einen Standardcontainer, 1.500€ für einen Spezialcontainer.
Des Weiteren muss auch hier ein Deposit i.H.v. 2.500€ für Standardcontainer und 5.000€ für Spezialcontainer (z.B. Reefer, Tank etc.) hinterlegt werden. Die Containerabnahme ist nur per LKW zwischen Mo. – Fr. von 07:00 – 15:00 Uhr möglich. Die betroffenen Container dürfen lediglich per LKW im ECT retourniert werden und können somit nicht im Inland zurückgegeben werden. Dies bedeutet, dass der Nachlauf ausschließlich im Rundlauf möglich ist, was höhere Kosten für den Transport bedeutet. Sobald der Container wieder im ECT zurückgeliefert wurde, erhalten Sie den hinterlegten Pfand zurück. 

Die Schreiben der entsprechenden Terminals finden Sie auf unserer Homepage zum download, wie folgt: Dörrenhaus Homepage - Download

Es gibt derzeit keine andere Alternative an bereits entladene Container zu kommen, als auf die Bedingungen der Terminals in Hamburg oder Rotterdam einzugehen. Ob es bei o.g. Kosten bleiben wird, ist noch nicht abzusehen, da der Verwaltungsaufwand für die Auslösung der Container schon zum jetztigen Zeitpunkt überdurchschnittlich ist. Die Alternativen sind Lagergelder im Hafen und die Unsicherheit, ob die Regelung in den kommenden Tagen / Wochen weiterhin Bestand haben wird.
Ebenso ist unklar, wie es weitergeht, wenn die Reederei offiziell insolvent ist und die Insolvenzverwalter das Kommando übernommen haben. Es gibt weiterhin Meldungen über Hanjin Schiffe, die in Asien Häfen nicht anlaufen oder dort festgehalten werden. Hier ist mit Verzögerungen zu rechnen.                       

Wir werden Sie weiterhin über die Entwicklung auf dem Laufenden halten. 

Gerne steht Ihnen Ihr gewohnter Ansprechpartner jeder Zeit für Fragen zur Verfügung. 
Vielen Dank. 

Mit freundlichen Grüßen,

Lars Dörrenhaus